ein paar steine von einem amt rund um den residenzplatz verlegt? das kann doch nicht wirklich im ernst die neugestaltung des residenzplatzes sein. heute präsentiert sich der landeskonservator ronald gobiet auf seite 1 der sn mit flusssteinen in der hand. er hat offensichtlich vor, nun in der art eines biedermeierschen spitzendeckerls ein paar steine nett um den residenzbrunnen zu verlegen.
das ist deshalb delikat, denn ronald gobiet hat sich ursprünglich sehr zufrieden zum vorschlag der architekten, die technischen anforderungen mit bachsteinbeton zu erfüllen geäussert, um dann zum unerwarteten zeitpunkt sich selbst zu widerrufen und kritik an dieser lösung zu äussern.
und jetzt - zu einem zeitpunkt wo die politik nicht wirklich handlungsfähig, weil mit dem anstrengenden machtverteilen für die nächsten jahre beschäftigt ist - scheint ein vorschlag des landeskonservators die lösung zu sein: ein "bisserl" was neues - eh nur eine übergangslösung - bis dann, wo wir uns eh nicht mehr erinnern, dass wir es einmal erneuern wollten.
also ein "bisserl" veränderung ist die wohl gefährlichste form von verhinderung. sie tut so, als würde was anders werden, ist aber vermutlich gefährlich populär, weil sie sich sogar als veränderung ausgeben kann, aber genau diese in wirklichkeit verhindert.
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6 Kommentare:
wer hat den beamten zur gestaltung des residenzplates eingeladen - die stadt????
Tja, wie immer "ein bisserl".
Der Platz vorm Festspielhaus wurde auch- den gewonnenen städtbaulischen Wettbewerb ignorierend- ein "bisserl" gestaltet. Und jetzt halt auch den Risidenzplatz. Kein Mahnmal für die Büchervebrennung mehr, keine Flußsteine...ein bisserl rumstümpern halt. Salzburg ist und bleibt ein Dorf.
Weil Salzburg immer wieder als Venedig des Nordens bezeichnet wird: Man stelle sich vor, dort stünde die Instandsetzung der Piazza San Marco an und es würde halt irgendwie rundherum asphaltiert und in der Mitte ein paar Steine eingegraben. Die spinnen, die Venezianer, würde jeder sagen. Kriegen die keinen passenden, zeitgemäßen Platz hin?
Nur in Salzburg, da wundert sich anscheinden niemand - oder fast niemand mehr. Hier gilt die Kleinkariertheit!
Walter
PS. Bitte nicht immer Salzburg mit einem Dorf vergleichen! Es gibt wirklich zahlreiche Dörfer, die wesentlich moderner und offener denken, als die Salzburger!
Alles ein Sandkasten für Ämter und Politiker!
Das österreichischen "Bisserl" ist wirklich bisserl ein Scheiß!
Wo kann ich dieser Vereinigung zur Verhinderung der Verhinderung beitreten?
Salzburg raus aus der Provinz!
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